Dienstag, 20. Mai 2014

Hier sind die Sundayloops - Sommerkurse!

Für Anfänger und Fortgeschrittene!
Für Anfänger:
Stricken ist vor allem Übungssache. Und Üben ist oft langweilig. Deshalb habe ich eigens für diesen Kurs 6 Teile entwickelt, anhand derer sich das Stricken ganz leicht erlernen lässt. Und die sind alles andere als langweilig. Das Besondere: sie bestehen komplett aus Rechtecken, es muss kein komplizierter Schnitt nachgestrickt werden. Anhand ihrer werden das Aufnehmen von Maschen, rechte Maschen und linke Maschen, das Abketten und das Zusammennähen vermittelt. Selbstverständlich können sie individuell auf die Maße eines jeden Kursteilnehmers angepasst werden und jeder strickt in seinen Lieblingsfarben.Oder Ihr entwickelt unter meiner Anleitung ein eigenes Teil nach dem selben Prinzip! Egal ob Schal, Mütze oder sogar ein Pullover: Strickdesign muß nicht kompliziert sein. Zwischen den Kursterminen wird das Teil zuhause weitergestrickt, um vom Newbie zum Maschenexperten zu werden. Das hierfür genügend Zeit bleibt, garantiert die Pause zwischen dem letzten und vorletzten Kurstermin.
So führen schon die ersten Versuche zu Resultaten, die Freude machen
Weitere Infos: siehe unten
Für Fortgeschrittene:
In entspannter Atmosphäre entwickeln die Kursteilnehmer/innen ein handgestricktes
Kleidungsstück nach eigenen Vorstellungen und Wünschen.
Zuerst werden eigene Ideen für den Traumpullover gesammelt. Ergänzend dazu gibt es massenhaft Inspirationen aus der Welt des Modedesigns. Ausgangspunkt kann zum Beispiel ein schönes Urlaubsbild sein, dessen Farben und Fröhlichkeit im Design aufgegriffen werden sollen, ein bekannter Schnitt, der gefällt, aber nicht passt, oder der ausgeleierte, löchrige Kuschelpulli, der in „schön“ reproduziert werden soll. Außerdem gehen wir auf eventuelle Mustervorstellungen ein und üben wenn nötig die entsprechenden Techniken.
Im nächsten Schritt wird ein Schnitt nach eigenen Maßen entwickelt, bei dem nichts zwickt, kneift oder schlabbert und der genauso aussieht, wie gewünscht.
Wir suchen ein für Ihre Vorstellungen passendes Garn aus, bei dem Ansprüche an Qualität, Jahreszeit und Optik beachtet werden, stellen den Schnitt fertig und legen los. Zwischen dem letzten und vorletzten Kurstermin sorgt eine Pause dafür, dass alle beim letzten Termin ihr Teil beenden und den anderen vorführen können.
Die Kurse finden statt im Atelier der Modedesignerin Christine Krüger in Hamburg- Ottensen.
Christine Krüger verfügt über langjährige Erfahrung im Strickbereich und unterrichtet dies unter anderem an der HAW Hamburg im Department Design.
Dazu gibt es Kaffee, Tee und Kekse. Und bei schönem Wetter finden die Kurse im Gärtchen der Ateliers statt.
Termine nächste Kurse:
Anfänger: Mi., der 16.07., 23.07., 30.07, je 19.00 bis 21.30 Uhr
Fortgeschrittene: Mi., der 06.08., 13.08., 20.08. und 24.09. je 19.00 bis 21.30 Uhr
Kosten: 90€ pro Person inklusive Verpflegung
Atelier: Bahrenfelder Steindamm 36, 22761 Hamburg
Anmeldungen und weitere Informationen unter http://sundayloops.blogspot.de/ odersundayloops@gmail.com
Auf Anfrage gibt es auch Einzelunterricht oder individuelle Kurstermine!



Sonntag, 25. August 2013

Montag, 12. August 2013

Nun vollendet sich mein zweites Jahr Unterricht an der Armgartstrasse und der Grundkurs Strick stellt zum zweiten Mal an der Jahresausstellung aus. Wie auch im letzten Jahr organisierten wir wieder ein Fotoshooting, diesmal mit Tobi Giessen als Fotograf. Die Resultate sind in voller Lebensgröße an den Wänden zu begutachten.
Es war wieder ein großes Vergnügen, bin gespannt auf nächstes Jahr.

Montag, 8. Juli 2013

"The Knitting Lab entstand aus dem Grundkurs Strick des Fachbereichs 
Gestaltung (Lehrbeauftragte: Christine Krüger) und entwickelte sich zu einem Projekt,
 an dem Textildesigner, Modedesigner und Kommunikationsdesigner 
kursübergreifend ihre Kreativität ausleben.
Manche mit perfekten Strickkenntnissen, manche als Einsteiger, 
auf ihre individuelle Weise schufen sie Ideen, die zum Nachmachen und Nachdenken inspirieren.
Wie in einem Labor experimentierten sie, kombinierten bekannte Elemente
 zu neuen Verbindungen und beleuchteten die uralte Technik des Strickens 
von vielen neuen Seiten.
Ihre Ideen wurden in Form einer Postkartensammlung auf der Messe Earlybird der 
Öffentlichkeit vorgestellt."


Über den Messeauftritt berichtete auch das Hamburger Abendblatt. Ausserdem wurden wir mit dem Projekt zur Langen Nacht der Museen in Bremen eingeladen. Im Paula Modersohn-Becker Museum verkauften wir unsere Postkartensammlung und zeigten díe Idee von Cornelia Fränz- mehrere Personen stricken in Kreis an einem an einem gemeinsamen Teil. Aufmerksame Betrachter sehen im Hintergrund ein Bild von Rosemarie Trockel.
Nun nähert sich das Projekt seinem Abschluß- die Postkarten sind ab Donnerstag noch einmal auf der Semesterausstellung erhältlich. Es war mir ein großes Vergnügen, dieses Projekt zu begleiten.

Mehr Informationen gibt es auf Facebook:


Sonntag, 30. Juni 2013

Rosemarie Trockel "begegnete" mir  zum ersten Mal in der Tate Gallery. Ich war 19 und bereitete gerade meine Bewerbung für das Designstudium vor. Ihre Sturmhauben faszinierten mich- so radikal kann gestricktes also sein.
Im Studium hielt ich dann ein Referat über Ihre Arbeit, die mich in meinem eigenen Schaffen geprägt hat. 

Bei Rosemarie Trockel handelt es sich um eine der bekanntesten deutschen Gegenwartskünstlerinnen. Ihre Werke werden international ausgestellt. Sie bedient sich aller künstlerischen Medien gleichermaßen, ihr Werk beinhaltet Zeichnung, Malerei, Skulptur, Installation, Strickerei, Videoarbeiten und mehr. 
Sie stellt der männlich geprägten Kunstszene weibliche Themen und Rollen gegenüber. So ist sie in den Achtzigern eine der wenigen Künstler, die sich mit Sexualität, Feminismus oder der Position der Frau befassen. Dies geschieht auf eine ironische und humorvolle Weise, niemals wirken ihre Inhalte unreflektiert oder polemisch.
1984/1985 entstehen die ersten Strickbilder. Diese werden nach Rosemarie Trockels Anweisungen unter Einsatz des Computers industriell gefertigt. Das Material Wolle und die Tätigkeit des Strickens werden laut Trockel von Frauen oftmals als peinlich empfunden, von der Gesellschaft als minderwertig betrachtet. Somit ist Stricken zu dieser Zeit unterhalb der Kunst angesiedelt.
Rosemarie Trockel benutzt als Bildmotiv Logos aus den auf den ersten Blick nicht zu vereinenden Bereichen der Politik und des Marketings, aber auch abstrakte Designmotive. Sie alle spielen in den Strickbildern die gleiche ornamentale Rolle. Auf der Leinwand werden sie in einem gleichmäßigen Musterrapport abgebildet, der an den Seiten abgeschnitten ist, und dadurch den Eindruck erweckt, endlos wiederholt werden zu können. Durch die serielle Wiederholung werden Symbole einerseits sinnentleert und entwertet, losgelöst von ihrem ideologischen und symbolischen Kontext. Andererseits  wird deren Bedeutung erweitert und in Bezug zu anderen Symbolen gestellt. Somit parodieren und decodieren die maschinengestrickten Wollbilder die Codes, die tief verwurzelt sind im kulturellen und gesellschaftlichen Bewusstsein.

Auch jetzt, mehr als zehn Jahre nach meinem "Erstkontakt" mit der Arbeit von Rosemarie Trockel, hat ihre Arbeit nicht an Wirkung auf mich verloren. Schließlich zeigt sie, daß Strick durchaus subversiv sein kann und nicht nur weich und nett.





Montag, 24. Juni 2013

Nun ist es also fertig, mein Blog, und startet mit einem Plädoyer für das Stricken.  Diese Technik begleitet mich nun schon mein halbes Leben. Ist Leidenschaft, fast Obsession.
Ich hätte ein anderes kreatives Medium wählen können um mich auszudrücken, doch immer wieder schlug mich diese Technik in ihren Bann. Ich liebe die weichen Materialien, die Möglichkeit, fast bildhauerisch zu arbeiten- keine Nähte sind nötig, in meinen Händen wächst und formt sich meine Idee. In all den Jahren habe ich mit unterschiedlichsten Materialien gearbeitet, Lackleder zum Beispiel. Unzählige tausend Maschen habe ich gestrickt, erst unter der fachkundigen Anleitung meiner Großmutter per Hand. Zwanzig Pullover und diverse Kleinigkeiten allein bis zu meinem Abitur. Später im Modedesignstudium kam die Strickmaschine mit ihren unendlichen Möglichkeiten hinzu.
Nun gebe ich in meinem Lehrauftrag mein Wissen selbst an die Studenten des Fachbereichs Gestaltung weiter und bin immer wieder aufs Neue fasziniert von den Möglichkeiten dieser doch so alten Technik. Freue mich über neue Ideen, die mich packen, technische Entdeckungen, wie die phantastischen Möglichkeiten von Industriestrickmaschinen oder meine neueste Fähigkeit- rückwärts stricken. Und freue mich über alle, die diese Leidenschaft mit mir teilen. 

Die Geschichte wird weitergehen, in meinem Label Polynoir, in meinem Unterricht und ab jetzt auch an dieser Stelle.
Ich freu mich auf Euer Interesse! Let`s keep on knitting...